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Das Alster-Abenteuer

Bericht über die Alster-Wanderfahrt der Paddel-AG der AHFS-Uhlenhorst von Peter Zantopp


Freitag: Nach der Schule werden vier Kajaks für fünf Teilnehmer auf meinem Autodach festgezurrt. Paddel, Spritzdecken, Schwimmwesten, Zelte, wasserdichte Packsäcke mit Schlafsack und Wechselkleidung, Verpflegung müssen im Kombi verstaut werden. Dann kann es losgehen. Die vier Schüler, Björn, Daniel, Lukas und Florian, machen sich auf den Weg per U-Bahn und Bus zur Alsterbrücke in Kayhude.
Frau Gaus hat sich bereit erklärt für den Wagentransfer von Kayhude zur Außenalster. Dort soll am nächsten Tag die Fahrt enden. Sie parkt jetzt an der Straße "Schöne Aussicht" ihren Wagen und steigt mit Benita, der kleinen Schwester von Lukas, zu mir um. Dann geht's los zur Oberalster.
Am Ziel suchen wir nach einer günstigen Einsetzstelle. Wir gleiten die schmale kurvenreiche Alster runter, vorbei an Wäldern, Pferdeweiden und schönen Grundstücken. Kaum vorstellbar, dass hier vor hundertfünfzig Jahren reger Schiffsverkehr herrschte und vor einigen hundert Jahren Frachtschiffe mit der Ladefähigkeit eines heutigen LKW bis nach Lübeck gefahren sind.
Da nähern wir uns der Sandfelder Schleuse und es heißt aussteigen, Boote aus dem Wasser heben, umtragen und unterhalb der "Schleuse", die jetzt nur noch ein Wehr ist, wieder einsetzen und weiter fahren. Der Vorgang wiederholt sich bei der Rader Schleuse. Kurz danach im Rader Forst sitzen wir manchmal auf Grund oder wir suchen uns zwischen den Zweigen umgestürzter Bäume unseren Weg - echte pfadfinderische Herausforderungen.
An der Wulksfelder Schleuse ist Daniel, als erster angekommen, schon zum Umtragen ausgestiegen, als wir anderen merken, dass das Wehr offen ist und wir unter der Straße durchfahren können. Am Gut Wulksfelde und vielen schönen Gärten, teils mit kleinen Bootshäfen, geht's vorbei nach Wohldorf. Dort mündet die Ammersbek in die Alster. Durch die seeartige Ausweitung an dieser Stelle scheint es, als ob die Ammersbek der größere Fluss ist.
Wir kommen an die Wohldorfer Schleuse. Wir mögen nicht mehr umtragen, denn allmählich sind wir müde und haben Hunger auf Abendbrot. Es ist schon fast acht Uhr. Es zeigt sich, dass ein bequemer Rollenweg für die Boote ins Unterwasser führt. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Campingplatz Haselknick - Boote aus dem Wasser, zum Platz getragen, ausgepackt, Zelte aufgebaut. Dann werden schon im Dunklen auf dem großen Freizeitgelände die Würstchen gegrillt. Diese und der Kartoffelsalat schmecken prima. Eine Gruppe von Jugendlichen spielt in der Nähe. Einer von ihnen kommt zu uns und fragt, ob wir was übrig haben. Wir essen reichlich und es bleiben trotzdem zwei Würstchen und etwas Kartoffelsalat übrig. Wir bieten die Reste an und sie werden gern genommen. Wir sind müde, putzen Zähne und gehen gleich in die Zelte und schlafen auch schnell ein.

Samstag: Bei schönem Sonnenwetter erwachen wir am nächsten Morgen. Eine Abordnung holt Brötchen und Butter. Dann gibt es Frühstück. Während wir frühstücken, kommt Herr Borchert und holt Björn, der muss am Vormittag bei einer Ausstellung Modellflugzeuge steuern und stößt mittags wieder zur Paddelgruppe. Der Kajak-Zweier ist solange nur einfach besetzt.
Nach Zeltabbau und Packen geht's wieder aufs Wasser. Es gibt wieder flache Stellen und Baumhindernisse. Dann kommt die Mellingburger Schleuse. Sie ist noch als echte Schleusenanlage mit Becken und zwei Toren aus historischer Zeit erhalten - aber nicht mehr in Betrieb, so dass wir umtragen müssen. Durch Rollenwege auf den Schrägen ist das hier und in Poppenbüttel einfach.

In Wellingsbüttel freuen wir uns über starke Strömung und einige kleine Schwälle. Wir kommen vorbei an dem Herrenhaus, das wir und vor einigen Jahren einmal als Schulstandort erträumt hatten. (Davon war aber den teilnehmenden Schülern bisher nichts bekannt.)
Am Abenteuerspielplatz Klein Borstel ist Mittagspause. Herr Borchert und Björn sind schon da. Wir holen Wasser und kochen unser Mittagessen. Das wird etwas schwierig, weil es weht und etwas regnet. Wir müssen ein Boot als Windschutz für die Gaskocher nehmen.
Nach dem Mittag lacht die Sonne wieder. Wir sind auf dem Weg zur Fuhlsbüttler Schleuse, der letzten auf unserer Tour. Hier ist wieder wie in Wohldorf ein Rollenweg.
Jetzt geht es auf dem kanalartig ausgebauten Fluss weiter, vorbei an Alsterdorf und Eppendorf zur Krugkoppelbrücke. Mit einem Eis stärken wir uns für die letzten eineinhalb Kilometer über die Außenalster bis zu unserer Ausstiegsstelle an der Schönen Aussicht.

PETER ZANTOPP

Liebe Leser!
Für dieses Schuljahr sind neben den AG-Nachmittagen auf Alster, Alsterkanälen und Bille auch wieder eine Wanderfahrt im Juni geplant.
Boote, Paddel, Schwimmwesten, Spritzdecken, Auftriebskörper, Bootswagen sind uns bisher in genügender Anzahl leihweise zur Verfügung gestellt worden, z.T. von Eltern und Freunden der Schule, zum Teil von der Gemeinde Gluckstraße.

Leider stehen drei Boote nicht mehr zur Verfügung, die uns bisher geliehen worden waren. Dadurch sind wir in Schwierigkeiten. Vielleicht können Sie uns helfen.
Wer von Ihnen kann uns Boote oder Bootsausrüstung leihweise zur Verfügung stellen oder spenden?
Setzen Sie sich doch bitte mit uns in Verbindung Tel. 040- 64 55 22 82 oder unter Kontakt. Danke!