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Das Wunder von Farmsen

 
Nun, kurz vor den 10-Jahresfeiern halten wir noch einmal Rückblick auf die Geschichte unseres Hauses. bis 1997 eine Postfiliale, ab 1998 ein Schulgebäude - und ab 2003 ein schickes...

>>Das klappt ja nie!<<

 

 
Das war der häufigste Kommentar aller Passanten und Beteiligten, als zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien 2003 der erste schüchterne Bagger anrollte, um sich am Schulgebäude in der August-Krogmann-Straße zu schaffen zu machen.

Jeder wusste: In nur acht Wochen stehen 100 braungebrannte Schüler unerbittlich vor der Schultür, um ins neue Schuljahr zu starten. In diesen gerade mal 40 Werktagen sollte also das ganze alte Dach abgetragen werden, ein Treppenhaus hochgezogen, ein Anbau vorgesetzt, ein komplett neues Stockwerk aufgebaut und schließlich noch ein nagelneues Dach drauf gesetzt werden. Wie gesagt: »Das klappt niiiieee!«, wussten alle schon im Voraus.

»Wir schaffen das!« sagte aber dieses Mal nicht Bob, der Baumeister, sondern Architekt Kahle, die Baufirma STRABAG und dieser oder jene vom Schulträger. Schließlich war ein schickes, neues Schulhaus die einzig angemessene Antwort auf die zahlreichen Elternanmeldungen, die sich seit Beginn der Grundschule in der KrogmannStraße angesammelt hatten wie Schmetterlinge auf einer schönen Blume.
 

 
 
 Die letzten Schultage waren somit ein wilder Mix aus Kettensägengetöse und Kinderlärm, wo die Lehrerinnen ihre Fragen so geschickt platzieren mussten, dass sie jeweils genau zwischen zwei Presslufthammerstöße passten. Und dann begannen die Ferien und alles flog fröhlich in den Süden. Alles? Beileibe nicht. Nach einer unsichtbaren, genialen Partitur bewegten sich Laster, Kräne, Bagger und Handwerksfahrzeuge im Zwei-Minuten-Takt über's Gelände, um sich in perfekter Verzahnung die Hämmer, Betonpfeiler und Nägel zuzuspielen. »Wenn Sie aus dem Urlaub wiederkommen«, sagt Bob, der Baumeister ... ähem, Architekt Kahle, »dann sind die Gerüste schon wieder weg«. Zurück aus dem Urlaub standen die Gerüste noch. »... das wird niiiee was ... « klang ein hohles Echo verzagt durch die Baustelle.
 
Am 14. August war der erste Schultag. Am Abend davor sammelte der Polier die letzten losen Schrauben vom Gelände, schüttelte uns lächelnd die Hand und wünschte uns alles Gute. Staunend gingen die Farmsener mit hochgereckten Köpfen an dem schicken neuen blauen Haus vorbei, fröhlich nahmen die neuen Schüler ihre noch neueren Klassenräume in Besitz und niemals hat ein Umzug Lehrern mehr Spaß gemacht als in diese nach frischem Linoleum »duftenden« Arbeitszimmer. Dass gerade zu dieser Zeit die Hamburger Politik ein neues Finanzhilfeprogramm für Baumaßnahmen an Privatschulen auflegte und damit maßgeblich zur Finanzierung der Baukosten beitrug, das, so glauben Christen, konnte kein Zufall sein.
 
Danke an die STRABAG und ihre Handwerker, danke an alle Spender, danke an die geduldigen Nachbarn, danke an die zuständigen Politiker und Behördenvertreter und danke an Bob, den Baumeister Kahle und sein durchgeschwitztes »Wir schaffen das«-Team!
 

Der "Neubau" in Farmsen - wir sind begeistert!"