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| Unterricht in Benehmen an der AHFS Hamburg |
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Warum Benimm-Unterricht?
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Es ist erstaunlich, welche Diskussion das Pilotprojekt der August-Hermann-Francke-Schulen hervorgerufen hat. Die Resonanz, die von Eltern unserer Schüler und aus breiten Kreisen der Bevölkerung kommt, ist überaus positiv und ermutigend.
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Diejenigen, die unseren Benimm-Unterricht kritisieren, scheinen unser Konzept nicht wirklich zu kennen oder es sich nicht richtig angesehen zu haben. Deshalb möchte ich zu den am häufigsten vorgebrachten Bedenken Stellung beziehen:
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Benimm-Unterricht kann und soll nicht die alltägliche Erziehungsarbeit der Lehrer ersetzen, er soll sie ergänzen und unterstützen.
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Es ist selbstverständlich, dass Lehrer im alltäglichen Unterricht Regeln vermitteln und Grenzen setzen. Das tun (hoffentlich) alle engagierten Lehrer. Der Benimm-Unterricht ersetzt das nicht - er unterstützt es, denn hier wird Benehmen nochmals explizit angesprochen, es wird zurückgegriffen auf das, was die Schüler aus dem anderen Unterricht schon kennen.
Natürlich müssen die Lehrer selbst Vorbildfunktion übernehmen. Wenn das Verhalten der Lehrer nicht mit dem übereinstimmt, was sie beizubringen versuchen, wird jeglicher Benimm-Unterricht erfolglos sein.
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Die Entscheidung lautet nicht: Wissensvermittlung oder Benimm-Unterricht.
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| Schüler, die sich gegenseitig rücksichtsvoll und den Lehrer mit Respekt behandeln, werden in kürzerer Zeit auch mehr lernen. Und die Zeit, die der Lehrer nun nicht mehr braucht, um auf unpünktliche Schüler zu warten oder um die Klasse zu Ruhe und Ordnung zu bringen, die bleibt ihm zur Vermittlung wichtiger Unterrichtsinhalte. Die AHFS-Schulen haben im Grundschulbereich in Hamburg in Vergleichsstudien in allen Bereichen überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Dies ist sicherlich auch eine Konsequenz der Betonung, den diese Schulen auf gutes Benehmen im Unterricht legen (und dies nicht nur im Benimm-Unterricht).
Bei unserem Konzept ist zudem der Benimm-Unterricht in den bestehenden Lehrplan integriert: In Klasse 3 unterrichten wir Benehmen als Einheit (das heißt mehrere zusammenhängende Unterrichtsblöcke) im Fach Sachunterricht, in Klasse 6 geschieht alles im Fach Arbeitslehre/Lernen lernen. Benimm-Unterricht geht also nicht auf Kosten anderer wichtiger Bildungsinhalte. Und in dieser Form könnte unser Konzept durchaus auch ohne großen Mehraufwand in staatlichen Schulen umgesetzt werden.
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Benimm-Unterricht ersetzt nicht den Erziehungsauftrag der Eltern. In Zusammenarbeit mit Eltern wird Benimm-Unterricht um so erfolgreicher sein.
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| Wir wünschen uns, dass die Eltern mit uns zusammenarbeiten, wir möchten (wenn möglich) unterstützen, was in den Elternhäusern bereits geschieht. Benehmen werden die Kinder umso schneller erlernen, wenn sie gleiche Werte von mehreren Seiten vermittelt bekommen. Geschieht es im Elternhaus aber nicht, wollen wir die Kinder unterstützen und fördern und ihnen vorleben (Vorbildfunktion), welche Bedeutung Werte und gutes Benehmen haben.
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In diesem Sinne halten wir Benimm-Unterricht für ein sinnvolles Konzept und sind selbst sehr gespannt, was dieser Unterricht in unserem Schulleben und darüber hinaus verändern wird. Wir können jetzt schon erkennen, dass die Schüler (und Lehrer!) bewusster auf ihre Umgangsformen achten und sich im respektvollen Umgang miteinander üben- und dass ist doch wirklich ein großer Erfolg!
Als wir mit "Benimm" begannen, gab es ein deutliches Medienecho:
Der Abendblatt-Artikel "Erste Hamburger Schule unterrichtet Benehmen"
Reaktionen:
Abendblatt: Benimm-Unterricht umstritten
Leserbriefe: Dialog: Benehmen will gelernt sein
Eine Schülerin im Abendblatt: Für gutes Benehmen büffeln?
Loki Schmidt im Abendblatt: Benimm-Unterricht? Nein, Vorbilder sind gefragt!
Fernsehbetrag im NDR:
"Offen gesagt…": Gute Manieren - mehr Schein als Sein?
Ein immer aktuelles Thema, welches schon vorher diskutiert wurde:
Abendblatt: Lehrerverband schlägt Alarm: Umgangsformen werden oft missachtet. Zitat: "Die Behörde überlegt, wie sie diese Inhalte in Leitlinien fassen und den Lehrern vermitteln kann."
Die Diskussion um das Verhalten von Hauptschülern im Mai: Unsere Schüler - respektlos, verwahrlost? Leiter von Hauptschulen werfen Eltern vor, ihre Kinder zu wenig zu erziehen.
Im Fernsehen: DAS! ab 4! mit Gutes Benehmen will gelernt sein.
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